Wussten Sie schon…

… dass der Vorsprung Deutschlands bei der Infrastruktur gegenüber anderen Ländern immer mehr schwindet?

Dabei besteht der stärkste Handlungsdruck im Verkehrssektor. So belegt Deutschland im europäischen Vergleich bei der Dichte der überörtlichen Straßen nur den vierten Platz. Deutschland verfügt also nicht über das dichteste Straßennetz Europas, wie oft vermutet. Vielmehr liegen hier die Niederlande an vorderster Position.

Auch bei qualitativ, wie etwa im Bereich der Leistungsfähigkeit der Straßeninfrastruktur liegt Deutschland dem laut Benchmarking des Instituts für Mobilitätsforschung aus dem Jahr 2010 im europäischen Vergleich überwiegend nur im Mittelfeld.

… dass Deutschland bei der Verkehrsinfrastruktur von der Substanz lebt?

Der Modernisierungsgrad aller Verkehrswege und Umschlagsanlagen ist in letzten Jahrzehnten erheblich gesunken: So reduzierte sich das Verhältnis von Netto- zu Bruttoanlagevermögen in den Jahren 1980 bis 2008 von 78 % auf 66 %.

… dass der Norden bei den Verkehrsinvestitionen des Bundes in der Vergangenheit nur unterproportional berücksichtigt worden ist – trotz seiner Rolle als Logistik-Drehscheibe und den für ganz Deutschland wichtigen Häfen?

… dass sowohl das Güterverkehrsaufkommen wie auch die Güterverkehrsleistung bis 2050 nicht abnehmen werden?

Im Gegenteil: Das Aufkommen wird gegenüber 2007 von gut 3,7 Milliarden Tonnen um knapp die Hälfte auf dann fast 5,5 Milliarden Tonnen zunehmen.
Der Studie „Die Entwicklung des Güterverkehrs in Deutschland bis 2050“ der ProgTrans AG zufolge wird sich dadurch die Güterverkehrsleistung mehr als verdoppeln auf dann mehr als 1.200 Milliarden Tonnenkilometer.

… das Pkw-Fahrer die Kosten für die Autobahnen zu
415 Prozent abdecken?

Der Güterverkehr deckt laut einer Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) auf den Bundesautobahnen mehr als das Doppelte der Wegekosten.

… dass sich Schätzungen zufolge die Staukosten für Deutschland auf bis zu 100 Milliarden Euro jährlich belaufen?

Pro Tag entstehen somit in Deutschland 250 Millionen Euro Staukosten. Insgesamt steht jeder Bundesbürger ca. 65 Stunden im Stau. Das verursacht nach Berechnungen von BMW bzw. ADAC einen zusätzlichen Spritverbrauch von 11 bis 14 Milliarden Euro im Jahr – mit entsprechendem CO2-Ausstoß.

… dass sich das Verkehrsaufkommen im Elbtunnel inzwischen auf 110.000 bis 140.000 Fahrzeuge pro Tag beläuft?

Werktags liegt der LKW-Anteil bei 17-20%. Das ist fast jedes fünfte Fahrzeug! Pro Jahr ereignen sich ca. 1.000 Stunden Stau, 150 Unfälle, 5 kleinere Brände und 500 Autos bleiben liegen.